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Alt 08.05.2008, 18:09
Undine Undine ist offline
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Standard Bilanz nach einem Jahr

Ich habe ewig nicht mehr mitgeschrieben und mich heute, nachdem eine Bekannte gerade damit begonnen hat, low zu carben, mich wieder an dieses Forum erinnert. Ich wollte einfach mal ein kurzes Feedback geben, was im letzten Jahr gewichtsmäßig passiert ist.

Vor ziemlich genau einem Jahr fing ich mit meiner Ernährungsumstellung auf Low carb an und nahm ab. Mein anfängliches Bäh-Gefühl und die körperliche Mattigkeit ließen auch nach ein paar Wochen nach.

Irgendwann konnte ich jedoch kein Eiweiß mehr sehen. Beim bloßen Anblick eines unschuldigen Hühnereis oder dem Geruch dieses Leinsamenbrotes musste ich buchstäblich würgen. Ich stellte meine Ernährung dann wieder auf "normal" um, nahm von den 4 Kilo, die ich abgenommen hatte, zunächst 1,5 wieder zu und dann, im Laufe der Zeit wieder ab und halte nun die 4, manchmal sogar 5 Kilo weniger, die ich letztes Jahr abgenommen habe, mühelos.

Ich esse wirklich fast täglich ganz normale Nudeln (auch und gerade abends), weil sie mir einfach schmecken und ich nicht auf Pasta verzichten kann; seitdem ich so dünn bin und bleibe, ist auch mal eine Pizza drin (keine ganze, die schaffe ich mengenmäßig längst nicht mehr...), etwas, was mir früher niemals auf den Teller gekommen wäre, ich esse einfach alles, worauf ich Lust habe. Manchmal sind das tagelang zu 70 % KH wie Reis, Nudeln, Kartoffeln etc. und nichts passiert auf der Waage, was irgendwie beängstigend wäre.

Nach ca. 30 Jahren Diäterfahrung und kontrolliertem Essen/ausgeklügelten Ernährungsplänen habe ich nun wieder mein absolutes Wunschgewicht und halte es problemlos. Die Initialzündung war bestimmt die Low carb-Ernährung, aber mein jetziger KH-Konsum lässt mich schon manchmal darüber nachdenken, was da denn nun dran war.

Ich kann also (für mich) gar nicht sagen, ob Low carb wirklich das Geheimnis ist. Ich für mich persönlich habe gemerkt, dass mir bei dieser Art der Ernährung einfach etwas fehlt.

Ich glaube wirklich, nach meinen ganzen vergeblichen Versuchen, dauerhaft diese popligen 3-4 Kilo, die mich immer gestört haben, wegzubekommen: das Geheimnis ist es, ein absolut entspanntes Gefühl dem Essen gegenüber zu haben, dann zu essen, wenn man hungrig ist, das zu essen, was man will (ich rede nun nicht von Junk Food oder Süßigkeiten, sondern von ganz normalen Lebensmitteln) und, wichtig, aufzuhören, wenn man satt ist! Das ist manchmal schwierig, aber es geht und man kann das lernen.
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